Die Herz-Kreislauf-Gesundheit der Frau. Neuigkeiten und Erkenntnisse aus der Gendermedizin

Herz-Kreislauf-Erkrankungen galten lange Zeit als „MĂ€nnerproblem“. Wie wir heute jedoch wissen, spielt die Herz-Kreislauf-Gesundheit bei Frauen eine ebenso große Rolle. Sowohl bei Frauen als auch bei MĂ€nnern sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Todesursache Nummer eins. TatsĂ€chlich sterben mehr Frauen an einer Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems als an Brustkrebs. Trotzdem wird das Risiko hĂ€ufig unterschĂ€tzt.

Die Veranstaltung von »Das Saarland lebt gesund!«, dem Ministerium fĂŒr Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie sowie den SaarLandFrauen nimmt daher die Herz-Kreislauf-Gesundheit speziell aus der Sichtweise von Frauen in den Blick.​​​​​​​​​​​​​​ Zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen zĂ€hlen unter anderem Bluthochdruck, koronare Herzerkrankung, insbesondere Herzinfarkt, HerzschwĂ€che und Schlaganfall. Doch von welchen Erkrankungen sind Frauen besonders betroffen? Welche Risikofaktoren tragen zur Entstehung bei und wie Ă€ußern sich die Erkrankungen?

Die Veranstaltung soll dazu beitragen, das Wissen der Bevölkerung zu Thema Herz-Kreislauf-Gesundheit bei Frauen zu erweitern. Neben wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Gendermedizin im Bereich Herz-Kreislauf wird es auf der Veranstaltung vor allem um fĂŒr Frauen relevante Aspekte der Gesundheitsförderung und PrĂ€vention gehen. Was können Frauen selbst tun, um zu ihrer Herz-Kreislauf-Gesundheit beizutragen? Und wie kann das Risikobewusstsein von Frauen geschĂ€rft werden?

Zur Referentin:

Vera Regitz-Zagrosek ist eine deutsche FachĂ€rztin fĂŒr Kardiologie. Sie ist MitbegrĂŒnderin der Gendermedizin in Deutschland und hat die erste und bisher einzige Professur fĂŒr Frauenspezifische Gesundheitsforschung mit Schwerpunkt Herzkreislauf-Erkrankungen inne.

Die Internistin und Kardiologin war 2008 bis 2019 Direktorin des Berlin Institute for Gender in Medicine (GiM) an der CharitĂ©, UniversitĂ€tsmedizin Berlin und ist derzeit Seniorprofessorin an der Charité Berlin. Sie hat die deutschlandweit einzige Professur fĂŒr Frauenspezifische Gesundheits­forschung mit Schwerpunkt Herz-Kreislauf-Erkrankungen inne. Sie erforscht Unterschiede und Gemeinsamkeiten von MĂ€nnern und Frauen bei Herzerkrankungen und die Verbesserung der Therapie fĂŒr beide. Sie leitete mehrere EU- Projekte, zur Implementierung von Gender in der EuropĂ€ischen Gesundheitsforschung (EUGenMed), zur Etablierung eines Curriculums in der Gendermedizin (EUGIM), in der Grundlagenforschung (RADOX und ENDLESS), zu geschlechts­spezifischen Mechanismen bei koronarer Herzerkrankung in Europa (GENCAD) und ist Partnerin in mehreren BMBF Projekten, u.a. „Gender und Alter“. Sie war 2001-2015 Sprecherin des ersten DFGGraduiertenkollegs und einer DFG Forscher-gruppe mit Fokus auf Geschlechterunterschiede bei Herzerkrankungen.  Sie leitete 2012 – 2018 den Berliner Standort des Deutschen Zentrums fĂŒr Herz-Kreislaufforschung (DZHK)und koordinierte 2012 und 2018 die Leitlinien „Management of cardiovascular diseases in pregnancy“ der European Society of Cardiology.

Sie hat mehr als wissenschaftliche 200 Artikel, ĂŒber 30 Buch­kapitel sowie zwei europĂ€ische Standardwerke zur Gender-Medizin und zur geschlechtsspezifischen Arzneimitteltherapie publiziert. Sie hat an der Charité Berlin das einzige deutsche Curriculum fĂŒr Gendermedizin in einem Medizinstudiengang aufgebaut, ebenso wie eine Gender Datenbank und ein elearning Programm. Sie ist Organisatorin internationaler Kongresse, Gutachterin zahlreicher Internationaler Zeitschriften, Mitglied in Preiskommittees und Gutachtergremien.

Sie ist die GrĂŒndungsprĂ€sidentin der Deutschen und der Internationalen Gesellschaft fĂŒr Geschlechts­spezifische Medizin, langjĂ€hrige Vorsitzende und Vorstandsmitglied bei beiden. Sie ist Ehrendoktorin der Medizinischen UniversitĂ€t Innsbruck und Gastprofessorin der UniversitĂ€t. Utrecht. Sie wird im Herbst 2019 die Anna Fischer DĂŒckelmann Gastprofessur fĂŒr Gendermedizin an der UniversitĂ€t ZĂŒrich ĂŒbernehmen.

Im November 2018 wurde Ihr fĂŒr Ihre Leistungen in der Gendermedizin das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Derzeitiger Ablaufplan (18:30 bis 19:30 Uhr): 

  1. Anmoderation
  2. Grußwort der Ministerin fĂŒr Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen (Frau Monika Bachmann)
  3. Referat (Frau Prof. Dr. Regitz-Zagrosek)
  4. Austausch/Fragerunde

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei!

Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung per E-Mail. Den Zugangslink zum Livestream senden wir Ihnen (an die bei der Anmeldung hinterlegte E-Mail-Adresse) eine Woche vor der Veranstaltung per E-Mail. Mit Hilfe des Zugangslinks gelangen Sie zu gegebener Zeit zur Liveübertragung.​​​​​​​

Hier geht es zur Anmeldung:

https://eveeno.com/874899449

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